Philosophie?
Wieso mache ich ein “philosophisches” Reisetagebuch? Und was heisst das überhaupt?
Reiseberichte gibt es viele. Ganz wenige sprechen mich aber an. Die ewig gleiche Beschreibung von schönen Stränden und viel Sonne, Spass an der Bar und tollen Liebschaften nervt und langweilt mich. Nur ganz wenige Berichte gehen auch in die Tiefe und beschäftigen sich ernsthaft mit den Menschen, die in diesen Ländern auch wohnen. Noch viel weniger beschäftigen sich damit, was in einem selber passiert, während man reist. Ich betrachte das Land, das ich bereise und ich betrachte dabei auch mich. Reisen bildet, und philosophisch reisen heisst bei mir, dass ich mich mit mir auseinander setze und reflektiere. Ich erlebe Abenteuer, Fremdes, Vielfältiges.
Philosophisches Tagebuch heisst für mich vor allem, dass ich mir genau anschaue, was auch mit mir passiert. Meine eigene Geschichte (siehe teilweise in “Über mich”) ist kompliziert und meine Erwartung an mich selbst ist hoch. Weniger in dem, was ich abhaken möchte und mehr in die Richtung, eine Richtung zu finden. Ich möchte ganz egoistisch gesehen, schlicht und einfach glücklich sein. Ich möchte zu mir selbst finden, mein Leben und meinen Sinn ergründen. Wenn sich das jetzt hochtrabend, kopflastig und vielleicht überheblich anhört, nehme ich gerne in Kauf. Ich möchte endlich losgehen und den Schritt auf dem Weg zu mir wieder aufnehmen, den ich schon zu lange vernachlässigt habe.
Ich habe keine Furcht vor Öffentlichkeit, daher lade ich Dich ein, meinen Weg locker mitzuverfolgen. Schreib mir, aber erwarte bitte nicht, dass ich sofort zurückschreibe, denn sobald ich unterwegs bin, wird es eng mit einer schnellen und regelmässigen Internetverbindung.
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